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Ein rätselhafter Abschnitt

- Die Steine beschützen das Wasser, das Wasser beschützt die Steine. Zusammen nur existiert der Schutz. Den Schutz zu durchbrechen ist nich das Ziel. Der Schutz soll weiter existieren. Er wird Dir Eintritt gewähren, doch dies nur kurz. Dein Vater hat Dich weit genug begleitet, er kann das Plateau nicht betreten. Der Schutz lässt nur Wesen die zwischen den Welten leben hindurch. Du musst die Steine bewegen um das Wasser zu formen. Nutze den Schutz der Steine für das Wasser um Dich vor dem Wasser zu schützen. Benutze die Steine, lasse sie Dich spüren, Freunde Dich mit Ihnen an, dann werden sie Dir helfen. Sei nicht zu hastig, erschrick sie nicht. Sie Wissen das es Menschen gibt die zu Ihnen vordringen können, doch es ist sehr selten. Der letzte Mensch den sie kennen werde ich sein, davor gab es hundert Jahre niemanden. Du wirst einige Zeit brauchen. Aber Dein Helfer, ich weiss nicht in welcher Form er zu Dir getreten ist, das hängt von der einzelnen Person ab. Er wird für Dich sorgen bis Du bereit bist das Wasser zu durchqueren. Sei geduldig. – “Vater..”, sagt Saebi, ” lies das mal.” Der Vater liest es und hat Tränen in den Augen. “Ich will Dich nicht auch noch verlieren”, schluchzt der Vater. “Das wirst Du nicht”, sagt Saebi, “Ich lass Dir in regelmässigen Abständen eine Nachricht zukommen, versprochen.” “Ok”, sagt Saebi’s Vater, “Dann lass uns schlafen”, meint Saebis’s Vater. In dieser Nacht träumt Saebi von sich und Langolf und den Schafen. Am nächsten Morgen stellt sie fest das sie Ihr einfaches Leben vermisst. Der Vater bereitet aus den mitgebrachten Lebensmitteln ein schönes Frühstückl und geniesst die letzten Stunden mit seiner Tochter, da beide nicht wissen, wann sie sich wieder sehen werden. Nachdem sie sich innig verabschiedet haben, macht sich der Vater auf den Rückweg. Bevor er geht nimmt er sein Messer und schnitzt fünf Späne von seinem Stock und gibt sie Saebi. “Solltest Du mal in großer Not sein”, so wirf einen Span in die Luft und es wird Hilfe kommen.”, sagt der Vater. Saebi ist ganz überrascht, “Davon wusste ich nichts.” “Psst”, flüster der Vater, “davon wusste noch nichteinmal Deine Mutter. Nun muss ich gehen.” Der Vater macht sich auf den Weg. Saebi ist total erstaunt über das Geheimnis was Ihr Vater in sich trägt und fragt sich was er noch so alles kann. Doch das zu ergründen muss warten. Nachdem Ihr Vater zwischen den Steinen verschwunden ist. Setzt sich Saebi hin und fängt an sich auf einzelne Steine zu konzentrieren. Allerdings ergründet sie erst einmal die Hüllen der Steine und versucht ein Gespür zu bekommen, wo sie am besten Anfangen kann. Nachdem sie den ganzen Tag damit verbracht hat die einzelnen Steine zu ergründen, will sie sich gerade schlafen legen, da hört sie den wohlbekannten Ruf des Falken. Er kommt an und bringt Ihr etwas zu Essen, was sie über dem Feuer brät. Der weisse Falke setzt sich zu Ihr während Saebi isst. Danach schaut Saebi noch in das Buch Ihrer Mutter aber das steht nichts Neues und legt sich hin zum schlafen. In der Gewissheit das der Falke über sie wacht.

Ein nebeliges Plateau

Nach dem Frühstück schmiert Saebi noch ein paar Brötchen, packt ein paar Äpfel und ein paar Würstchen als Wegverpflegung ein. Saebi packt das Buch Ihrer Mutter ein. Als Ihr Vater das sieht meint er: “Pack auch ein paar Traumfänger ein, falls wir ein paar Tage dort oben bleiben kannst Du Dir so einen geschützen Bereich schaffen”. “Ohh, ein paar Tage”, fragt Saebi, “da muss ich noch schnell was erledigen”. Sie geht in den Schnuppen, wo sie die verletzte Krähe in den letzten Tagen immer weiter gesund gepflegt hat und sagt zu Ihr: “Du kannst jetzt gehen.” Die Krähe schaut sie an, macht ein paar unschlüssige Hüpfer und fliegt durch die Tür. Dann setzt sie sich auf einen Zaun und zieht sich eine Ihrer Schwungfedern ab. Diese überreicht sie Saebi. Saebi ist erstaunt, nimmt sie aber an und bewahrt sie sich auf, hütet sich aber davor sie in einen Ihrer Traumfänger einzubauen. “Nun flieg schon…”, sagt Saebi. Da schlägt die Krähe mit den Flügeln, hebt ab und fliegt in Richtung der Insel, über dem die schwarzen Wolken hängen. Dann dreht sie noch einmal um und fliegt im Tiefflug über Saebi, um dann entgültig davonzufliegen. Saebi winkt Ihr und packt die Traumfänger aus der Hütte ein. Dann geht sie zu Ihrem Vater. “Fertig”, sagt Saebi. “Ok, dann gehen wir mal los.” Saebis Vater packt seinen Hirtenstock, Saebi tut es Ihm gleich und sie laufen in Richtung Berge. Anfangs ist der Weg noch gut gehbar, führt über Wiesen auf schmalen Pfaden immer weiter in die Berge. Die Pfade werden zunehmenst schmaler und steiniger. Irgendwann wird der Pfad so luftig, das Saebi und Ihr Vater jeden Schritt einzeln ganz exakt setzen müssen. Um die Mittagszeit rum setzten sie sich dann auf ein etwas größeres Plateau und essen beide eine Semmel, eine Wurst und einen Apfel. Sprechen tuen beide nicht viel, da der Weg bis dahin sehr anstrengend gewesen ist. Nach der Pause maschieren sie weiter und gelangen schließlich an ein Plateau an dem ein Wall aus Steinen Ihnen den Weg versperrt. Saebi hört das Wasser hinter den Steinen rauschen. “So, bis hierhin bin ich gekommen.”, sagt Saebis Vater, “Ich weiss nicht wie Deine Mutter von hier aus weiterkommen konnte.” “Lass mich mal machen.”, mein Saebi. Sie konzentriert sich und beginnt den obersten Stein des Walles zu bewegen. Ganz vorsichtig und sie konzentriert sich nur auf die Hülle des Steins. Sie hebt Ihn leicht an. Das Ergebnis ist allerdings nicht das erwartete. Plötzlich schiesst eine Fontäne Wasser hervor, so das Saebi den Stein ganz schnell wieder fallen lässt. “Hmm, das ist nun doch komplizierter als ich dachte”, denkt Saebi. Da es langsam dunkel wird baut der Vater von Saebi ein Lager auf, auf dem sie die Nacht gut verbringen können. Saebi hängt um das Lager herum noch Traumfänger auf, damit sie in der Nacht nicht gestört werden können. Saebi schaut bevor sie schlafen geht noch einmal in das Buch Ihrer Mutter und sieht das wieder neue Seiten mit Inhalt gefüllt worden sind. Sie beginnt zu lesen…

Ein weißer Wolf

Nachdem Langolf mehrere Stunden geschlafen hatte und Saebi nicht von seiner Seite gewichen ist. Öffnet er langsam ein Auge und schaut Saebi an. Da springt Saebi auf und nimmt Ihn in den Arm. Langolf leckt Ihr das Gesicht und weicht Ihr den Rest des Tages kein bisschen mehr von der Seite. Als sie am Abend heimkommen erzählt Saebi was mit Langolf passiert ist und wie sie Ihn geheilt hat. Der Vater ist erstaunt und kann es kaum glauben. “Ich weiss nicht was das für Fähigkeiten sind die Du da aufgebaut hast, aber von solchen Fähigkeiten hat Deine Mutter nie erzählt.” Saebi nimmt sich das Buch Ihrer Mutter und schaut ob sich etwas verändert hat. Sie findet an dem aktuellen Inhalt keine Änderungen. Kurze Zeit später erscheint aber wieder das goldene Herz und es beinhaltet wieder einzelne Buchstaben, die zusammengesetzt ergeben: “Danke für das was Du heute getan hast, ich bin Stolz auf Dich”. Saebi wird rot und ist total gerührt. Am Abend geht sie schlafen, Langolf will nicht von Ihrere Seite weichen und aufgrund der Ereignisse des Tages darf er ausnahmsweise mit Saebi auf Ihr Zimmer. Saebi legt sich auf Ihr Bett und schaut noch kurz nach den Traumfängern, aber schläft auch sehr schnell ein. Plötzlich befindet sie sich auf einer Lichtung mit lauter Bäumen um sie herum. Auf einem der Äste sitzt der weiße Falke. “Heute trainieren wir mal nicht.”, meint der Falke. “Nachdem Du heute in der wirklichen Welt soviel trainiert hast, hast Du Dir eine Trainingspause verdient.” “Ich würde aber viel lieber trainieren.”, meint Saebi. “Heute nicht, heute lernst Du einen meiner engsten Freunde kennen und er verdankt es nur Dir das er heute noch bei uns sein kann. Erschrick bitte nicht.” “Ok!”, meint Saebi. Aus dem Wald kommt ein schneeweißer Wolf auf Saebi zugestürmt. Saebi schaut Ihn sich an und findet Ihn wunderschön, allerdings fände sie es noch schöner wenn er langsamer auf sie zukommen würde. Da macht der Wolf einen Satz und noch bevor Saebi ausweichen kann, liegt sie da und der Wolf schleckt Ihr wie Langolf das Gesicht. “Langolf?”, fragt Saebi. “Du hast mich so getauft in der Welt die immer wieder Verbindung zu dieser magischen Welt aufbaut. Ja, ich bin Langolf, nun weisst Du warum ich spüren konnte das Du in Gefahr bist und ich bin Dir sehr dankbar, das Du mir das Leben gerettet hast, denn diese beiden Welten sind fest miteinander verbunden, musst Du wissen. Stirbst Du in der einen Welt, stirbst Du auch in der anderen, niemand kann nur in der einen Welt existieren, der einmal die Verbindung aufgebaut hat.” Saebi setzt sich nun auf einen Stein, Langolf setzt sich vor sie und der weisse Falke in die Nähe und sie genießen ein paar angenehme Stunden. Am Morgen wacht Saebi ganz entspannt auf. Und fühlt sich total erholt und sie weiß das sie nun zwei Freunde hat, auf die sie sich in beiden Welten verlassen kann. Sie geht zum Frühstück und sagt zu Ihrem Vater: “Heute kannst Du mir den Weg zu dem Plateau zeigen, zumindest bis dahin, wo Du gekommen bist!”. “Ok, dann gehen wir nach dem Frühstück los.”

Ein weißer Federkiel

Nachdem Saebi festgestellt hat, wie schwer die Verletzungen von Langolf sind ist sie entsetzt. Sie beginnt den Wind um sich herum zu sammeln und versucht die Energie der grünen Wiese zu erfassen. Mit den Heilkräutern aus der Wiese, die Ihr einzelne Windböen zutragen und mit der heilenden Energie der Luft an sich beginnt sie die einzelnen Verletzungen von Langolf zu behandeln. Nach und nach gelingt es Ihr angefangen von der schlimmsten bis hin zur leichtestesn Verletzung die einzelnen Verletzungen zu heilen. Am Schluß schläft Langolf friedlich vor sich hin und ist wieder komplett geheilt. Nun kann sich auch Saebi auf einen Stein neben Langolf setzen. Sie ist total erschöpft und streicht sich durch das Haar. Allerdings verhaken sich einzelne Haare an etwas auf Ihrem Handrücken. Sie schaut sich den Handrücken an und muß erstaunt feststellen, das in der Mitte Ihres Handrückens ein weißer Federkiel entstanden ist. Sie erschrickt. Kurz darauf landet ein weißer Falke, den sie aus Ihren Träumen kennt neben Ihr auf einem Stein und schaut sie an. Dann fängt er an zu sprechen: “Ich habe Dir gesagt das irgendwann der Zeitpunkt kommen wird an dem Du Dich entscheiden mußt. Dieser rückt nun näher, ist aber immer noch weit entfernt, außerdem bin ich mir gar nicht mehr so sicher ob Du Dich wirklich entscheiden mußt.” “Für was muss ich mich denn entscheiden?”, fragt Saebi. “Die Entscheidung wird sein, ob Du in Deiner Welt oder in meiner Welt leben willst. Das heißt nicht in der Traumwelt. Du wirst weiter als Wesen in der wirklichen Welt leben, allerdings als Falke. Doch mir kommen Zweifel, nachdem ich mitbekommen habe, das Du in das innerste eines Steines vorgedrungen bist. Noch nicht einmal Deine Mutter konnte soweit zu den Steinen vordringen.”, sagt der Falke. “Du kanntest meine Mutter?”, fragt Saebi. “Nein, mein Vater kannte Deine Mutter ich selber hatte leider nicht die Ehre. Doch inzwischen ist es mir eine große Ehre Dich zu kennen!”, sagte der Falke. “Und wegen dem entscheiden, werden wir sehen was passiert. Ich bin allerdings sehr positiv überrascht, das Du Deine Fähigkeiten so schnell in der wirklichen Welt einsetzen kannst. Lass Dir von Deinem Vater nun den Weg zu dem Plateau Deiner Mutter zeigen. Dort können wir dann mit dem Training fortfahren. In der Wirklichkeit. In Deinen Träumen werden wir andere Fähigkeiten vorbereiten.”, erklärt der Falke fliegt davon.

Ein dramatischer Sturz

Am nächsten Morgen sitzt Saebi mit Ihrem Vater am Frühstückstisch und unterhält sich mit Ihm über das was am Tage zuvor mit dem Buch der Mutter passiert ist. “Du hast etwas von Energie gesagt die Du spürst?”, fragt Saebi’s Vater. “Ja, in meinen Träumen trainiere ich jede Nacht verschiedene Fertigkeiten. Zum einen das Bewegen von Steinen und zum Anderen das nutzen des Windes, welches ich aus dem Buch meiner Mutter habe. Aber irgendwie ist das eine Verbindung zwischen dieser Traumwelt und der wirklichen Welt, die sich in mir rührt ich kann sie spüren, aber noch nicht so richtig fassen.”, meint Saebi. “Dann musst Du in Dich gehen!”, sagt Saebi’s Vater. “Ich kenne da ein Plateau auf das hat sich Deine Mutter immer wieder zurückgezogen. Es ist von Steinen umgeben und man kommt nur sehr schwer dorthin. Ich habe es einmal versucht, musste aber auf dem Weg dahin aufgeben, da die Steine mir den Weg versperrt haben. Außerdem habe ich hinter den Steinen Wasser plätschern gehört. Soll ich es Dir zeigen?”, fragt der Vater. Saebi verstand nun warum sie die Übungen mit den Steinen in Ihren träumen durchgeführt hatte. “Dazu ist es noch zu früh.”, meint sie daraufhin. “Heute ist ein wunderschöner Tag. Ich nehme Langolf mit und gehe mit Ihm spielen.”, sagt Saebi. “Pass auf Dich auf!”, meint der Vater. “Klar…”, sagt Saebi. Sie nimmt Langolf und geht mit Ihm auf Ihre Lieblingswiese und spielt mit Ihm. Sie wirft Ihm einen Ball aus Stroh zu und er läuft hinterher und fängt Ihm. Doch bei einem Wurf wird der Ball von einem Windstoß erfasst und über eine Klippe getrieben. Langolf springt Ihm hinterher und sieht die Klippe zu spät. Er versucht noch zu bremsen, aber die Steine unter seinen Füßen kommen ins Rollen und der stürzt in die Tiefe. “Neeeeiiiiinnn!”, schreit Saebi und rennt hinterher. Sie nimmt den kürzesten Weg zum Fuße der Klippe und sieht das Langolf unter Steinen begraben ist, die zum großen Teil viel zu schwer für sie sind. Also geht sie in sich und versucht das gelernte in der wirklichen Welt anzuwenden. Langolf jault leise vor sich hin. Anfangs wollen die Steine sich nicht bewegen, doch dann, dann spürt sie die Hüllen der Steine wie in Ihren Träumen und sie kann einzelne Steine von Langolf herunterbewegen. Sie spürt wie immer mehr Energie in sie strömt. In Ihrem inneren beginnen allerdings auch die Federkiele zu sprießen, wovon sie noch nichts weiß. Nachdem sie alle Steine von Langolf herunterbewegt hat schaut sie nach seinen Verletzungen, die ziehmlich schwer sind.

Ein lustiger Stein

Nun da Saebi das goldene Herz gesehen hat, kann sie tief und fest schlafen. Sie steht an dem Bachlauf und versucht Ihn zu stauen, diesmal gelingt es Ihr im ersten Versuch. Doch als sie weiter gehen will, ist da wieder diese Mauer. Sie wundert sich, da sie denk die Aufgabe erfüllt zu haben. Dann scheppert es plötzlich hinter Ihr und die Staumauer stürzt in sich zusammen und das ganze Wasser fließt dahin. Sie versucht es wieder, will wieder gehen, doch die Barriere bleibt. Nachdem das Wasser ein zweites Mal abgeflossen ist entdeckt sie eine Inschrift: “Diese Übung dient nicht nur dazu eine Staumauer zu bauen, sie dient auch dazu die einzelnen Steine zu verbinden. Fühle den Stein….” Bis jetzt hatte Saebi die Steine nur aufgeschichtet und nach und nach eine Mauer errichtet, allerdings sobald der Druck zu hoch war, stürzte die Mauer wieder ein. Also begann sie wieder von vorn. Sie hob einen Stein auf und legte Ihn ins Wasser und fühlte: “Puuh ist das Wasser kalt und naß….” Sie musste sich ein Grinsen nicht verbergen. “Hey, was machst Du in meinen innersten Gefühlen, geh da gefälligst raus.” Sie wurde zurückgeschoben und setzte sich erschrocken auf den Hintern. Da tauche der weisse Falke auf und fragt: “Was ist denn passiert?” Saebi antwortet: “Der Stein hat mich weggestoßen nachdem ich gehört habe wie er das kalte und nasse Wasser nicht mochte.” “Das hast Du also gehört?” Der Falke schien erstaunt und schüttelte langsam dem Kopf. “Versuch es noch einmal und konzentriere dich besser nur auf die Hülle des Steins.” Saebi tat wie er Ihr riet und hatte im nu eine stabile Staumauer konstruiert, wo die Steine miteinander eine sehr feste Verbindung eingingen. Die nächste Übung war anspruchsvoller. Sie musste mit Steinen kleine Geysire treffen. Und immer wenn sie einen traf flogen die Steine wieder weg, so das sie lange üben konnte. Erst als sie es schaffte alle Geysire auf einmal zu treffen, war die Übung vollendet. Nun konnte sie schon bis zu zwanzig Steine gleichzeitig in der Luft halten und Ihnen einzelne Ziele zuweisen.In Ihrem Körper enstanden nun weitere unsichtbare Federkiele. Das einzige was Saebi davon mitbekommt, ist das sie ein unbändige Energie verspürt. Sie schläft tief und fest.

Ein goldenes Herz

Nachdem Saebi das Buch Ihrer Mutter fertig gelesen hat fragt sie Ihren Vater: “Was möchtest Du mich denn noch lehren?” “Hast Du das Buch fertig gelesen?” “Ja, nicht nur einmal. Ich habe auch schon über das Wind formen gelesen.” “Das Wind formen? Ja, hier…” Der Vater liest erstaunt das Kapitel. “Ich habe das Buch doch tausendmal gelesen, dieses Kapitel gab es nicht. Aber wie kann das sein?” Saebi schaut Ihren Vater verwundert an. Dann plötzlich taucht in der unteren rechten Ecke der Seite ein goldenes Herz auf. Und in dem Herz entstehen einzelne Buchstaben. Saebi nimmt ein Stück Papier und schreibt mit. “Fürchtet Euch nicht, wenn die Zeit gekommen ist, werde ich bei Euch sein, bis dahin muss Saebi dieses Buch jeden Abend lesen, es wird sich stetig verändern.” Während das Herz verschwindet entstehen noch einzelne Buchstaben: “I.. l..b. E..h, E..e M….. .” Dann ist das Herz verschwunden. Der Vater hat Tränen in Augen. “Ich liebe Dich auch!”, sagt er. Da blinkt das Herz noch einmal kurz auf. Saebi hat jetzt auch Tränen in den Augen und fragt: “Wie bist Du eigentlich zu dem Buch gekommen.” “Ich habe es einen Tag nachdem Deine Mutter gestorben war unter Ihrem Bett gefunden.”, sagt der Vater, “Ich habe immer gedacht sie hätte es heimlich geschrieben. Doch scheint es als sei Ihr Geist in dieses Buch übergegangen.” Saebi wundert sich, denn alles wird immer mystischer, immer verworrener. Ihr Vater sitzt nachdenklich da. Saebi macht Ihm einen Tee und sagt: “Nur jetzt konnte sie uns kontaktieren, nur jetzt nimmt die Energie zu. Ich spüre es, ich spüre es jeden Tag. Irgendetwas bewegt sich in mir.” Nun muss Saebi gähnen und geht in Ihr Zimmer um zu schlafen. Sie schläft sehr schnell ein.

Eine verwunderte Krähe

Am nächsten Morgen geht Saebi in die Hütte in die sie die verletzte Krähe am Abend zuvor gebracht hatte. Sie stellt Ihr wieder Wasser und Futter hin. Die Krähe schaut sie wieder verwundert an. Saebi sagt das es selbstverständlich sei einem verletzten Tier zu helfen, doch die Krähe schaut sie nur traurig an, da es nicht die Möglichkeit gibt, das sich Saebi und die Krähe unterhalten. Nun spricht Saebi zu der Krähe einige beruhigende Worte, damit sie sie untersuchen kann. Sie kann aber keine schweren Verletzungen feststellen, so das sie die Wunden der verletzten Krähe säubert. Nachdem Saebi gesehen hat das die Krähe in einigen Tagen wieder fit ist, ist sie beruhigt und geht aus der Hütte.
Da ein leichter Wind geht und es überraschend warm für die Jahreszeit ist macht sie einen Spaziergang zu Ihrer Lieblingswiese mit dem großen Stein und setzt sich auf den Stein, passt aber auf das sie nicht einschläft, da sie nun weiss das sie ohne die Traumfänger keine Möglichkeit hat sich zu schützen. Allerdings denkt sie nochmal an das Buch Ihrer Mutter und die Worte über das Formen des Windes und überlegt ob sie sich diese Fähigkeit zu nutze machen könnte um sich auch ausserhalb des Hauses zu schützen. Sie versucht mit dem Wind ein paar lose Grashalme gezielt zu bewegen und es gelingt Ihr. Sie wundert sich das so langsam Ihre Kräfte auch ausserhalb von Träumen nutzbar werden. Nun versucht sie kleine Steine zu bewegen, doch das gelingt Ihr noch nicht mal im Ansatz. Mit diesen merkwürdigen Erkenntnissen geht sie wieder nach Hause, da es über Ihren Versuchen schon spät geworden ist. Sie schaut noch kurz bei der Krähe vorbei und geht dann in das Haus Ihres Vaters und liest Abends nochmal in dem Buch Ihrer Mutter.

Eine schwere Erschöpfung

Nach dem Abendessen geht Saebi auf Ihr Zimmer und schaut nachdenklich zum Fenster hinaus. Immer wieder muss sie an die verletzte Krähe und die dunkle Wolke denken. Dann wird sie müde und döst langsam ein. Sie kommt an den Bachlauf, den sie stauen sollte und versucht die Felsen so zu stapeln dass sie eine Barriere bilden, sie kann sich aber nicht hundertprozentig konzentrieren. Sie muss dauernd an den erschöpften Schrei des Falken denken. Sie versucht Ihn mit Ihren Gedanken zu rufen, kann ihn aber nicht erreichen. Dann nachdem sie zum xten Mal versucht hat die Steine zu einer Staumauer zu formen, verändert sich die Umgebung plötzlich und sie sieht den stolzen weissen Falken in einer Ecke sitzen, wie er sich gerade noch auf den Beinen halten kann. “Was ist los?”, fragt Saebi mit Furcht in Ihren Augen. Der Falke antwortet mit schwacher Stimme: “Ich bin erschöpft von dem Tag heute. Hast Du die schwarze Wolke nicht gesehen, wie sie versucht hat sich auszubreiten.” “Doch, die habe ich gesehen. Sie hat sich dann über einer Insel konzentriert.” “Ja, das hat sie, es war aber ein anstrengender Kampf. Lange schaffe ich das nicht mehr allein. Du musst schneller bereit werden, als ich dachte. Hast Du heute schon Deine Übungen gemacht.” “Ja, aber ich kann mich nicht konzentrieren.” “Versuche es jetzt noch einmal.” “Warte!”, meint Saebi und konzentriert sich auf den nahegelegenen Baum. Sie spricht mit Ihm und ein leichter Wind streift, den Baum, dann Saebi und flüstert Saebi Worte der Natur ins Ohr. Sie leitet Ihn weiter auf den weissen Falken. Nachdem der Wind den Falken erreicht hat, war seine Erschöpfung wie weggeblasen. Der Falke schaute Saebi verwundert an: “Woher kannst Du das?” “Ich habe im Buch meiner Mutter gelesen und sie beschrieb, wie sie den Wind formte. Allerdings nur wenn er schon wehte. Ich spürte plötzlich die Präsens und die Kraft des Baumes, als wolle er mir helfen.” Nun schlief Saebi ohne zu träumen. Doch in Ihrem Körper begann sich was zu regen, es entstanden erste kleine Federkiele.

Eine dunkle Wolke

Am nächsten Morgen erzählt Saebi was in dieser Nacht geschehen war. Danach macht Ihr Vater einen deutlich entspannteren Eindruck. Er fragt sie: “Hast Du das Buch Deiner Mutter schon gelesen?” Saebi bejaht diese Frage, “Im Moment ergibt das was in dem Buch steht noch keinen Zusammenhang mit dem was aktuell passiert. Der einzige Zusammenhang sind die Krähen, allerdings ist seitdem ich die Traumfänger aufgehängt haben keine einzige Krähe mehr in meinen Träumen aufgetaucht.” “Das ist gut.”, meint der Vater. Nach dem Frühstück geht Saebi in die Natur um sich zu entspannen. Sie geht zu Ihrem Lieblingsfelsen schaut Ihn sich an und irgendwie spürt sie seine Kraft. Die Kraft die Ihn zusammenhält. Die Kraft von Jahrhunderten, denen er den Elementen getrotzt hat. Sie macht die Augen zu und versucht Ihn mit Ihren Gedanken zu erfassen, doch sie kann keine Verbindung herstellen. Dann hört sie wieder den charakteristischen Schrei des Falken, macht die Augen auf und schaut sich um, doch kann sie Ihn nicht sehen. Allerdings sieht sie schwarze Wolken am Horizont, die sich über der Nachbarinsel zusammenbrauen. Sie schaut sich um und stellt fest das rund um Ihre Insel eine große dunkle Wolken entsteht, aber irgendeine Kraft hält sie davon ab sich weiter auszubreiten, sie weichen sogar zurück und immer wieder hört sie den Schrei des Falken, allerdings verändert er sich und wirkt zusehends erschöpft. Dann ziehen sich die Wolken zurück und bleiben über einer Insel in der Entfernung stehen. Auf dem Weg nach Hause geht Saebi an Ihrer Lieblingsmeeresbucht vorbei und erschrickt, da einige tote Krähen im Wasser treiben. Dann sieht sie eine Krähe, die einen gebrochenen Flügel hat. Sie watet ins seichte Wasser und bringt die Krähe an Land und nimmt sie mit zu Ihrer Hütte. Dort bringt sie sie in einen Schuppen hängt rum um sie Traumfänger auf, allerdings ohne Federn des weissen Falken. Dann schient sie den Flügel und gibt der Krähe Wasser und Futter. “Ich komme Morgen wieder!”, sagt Saebi. Die Krähe schaut sie an, Saebi meint etwas wie Verwunderung in dem Blick sehen zu können. Dann geht Saebi in Ihr Haus, wo das Abendessen schon wartet.