Ein feuriges Bild

Wieder zu Hause angekommen macht es Saebi sich in dem großen Sessel im Wohnzimmer vor dem offenen Kamin gemütlich und beginnt in dem Buch Ihrer Mutter zu lesen. Anfangs sind es nur kurze Fetzen über Träume, die Ihre Mutter beschreibt, denen von Saebi sehr ähnlich. Dann kommen Beschreibungen von Traumfängern, Experimente mit Federn von verschiedensten Vögeln. Aus diesen Experimenten kommt heraus das nur Adlerfedern die Träume reduzieren können, aber am Ende halfen auch diese nicht mehr. Was Saebi entsetzt ist, das die Intensität der Träume jedes Mal zunahmen und immer stärkere und eine höhere Anzahl an Traumfängern gebraucht wurde um die Träume abzuhalten. Plötzlich schreckt Saebi aus dem Buch auf und sieht die Flammen des Feuers an. Ihr scheint als wollen sie sich in einer bestimmten Art und Weise formen. Sie ruft: “Vater!” Doch er hört sie nicht. Dann schaut sie wieder in die Flammen, sie beginnen sich zu Formen und Saebi erschrickt, als sie sieht das sich ein Schnabel bildete. Dann wird das Bild schärfer und schärfer und Saebi erkennt den charakteristischen Schnabel des weissen Vogels aus Ihrem Traum. Dann bildet sich der Kopf. Schnabel und Kopf machen kreisende Bewegungen in der Luft, erst langsam und dann immer schneller und Saebi beginnt zu erkennen das es sich um Buchstaben handelt. Schnell nimmt sie Zettel und Stift zur Hand und schreibt mit: “Hab keine Angst, ich werde Dir in dem bevorstehenden Kampf beistehen, alles Lehren was ich weiss. Alleine kann ich den Kampf nicht bestehen und es wird ein Punkt kommen an dem Du Dich entscheiden musst. Doch zuerst bitte ich Dich in den Traumfänger in Deinem Zimmer diese Feder…”. Er nimmt den Kopf nach hinten und hat plötzlich eine große Feder im Schnabel und wirft sie in den Raum. Anfangs brennt die Feder noch, doch dann wird sie schneeweiss als sie zu Boden fällt. “…mit einzubinden. Dann kann ich einfacher mit Dir in Kontakt treten. Durch das Feuer kostet es zuviel Kraft.” Das Bild im Feuer verschwindet. Saebi schaut sich die Flammen an, doch das Bild bleibt verschwunden. Nur die weisse Feder liegt noch da. Saebi nimmt sie vorsichtig in die Hand. Dann nimmt sie wieder das Buch Ihrer Mutter um es zu Ende zu lesen, doch Ihre Gedanken bleiben bei dem Feuervogel.

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