Ein geformter Felsen

In der restlichen Nacht träumt Saebi nicht mehr von dem weissen Falken, sie träumt von Felsen. Erst träumt sie von kleinen Steinen, dann werden diese immer größer. Sie beginnt die Felsen und Steine in Ihren Gedanken zu formen. Sie bearbeitet die Felsen so das kleine Figuren entstehen. Dann plötzlich ist sie in einer Art Arena. Es gibt verschiedene Stationen. Die erste Station lässt sie einen Fels aufheben und exakt platzieren. Sie versucht es ein paar mal und immer bleibt der Fels ein paar Zentimeter von der Mitte entfernt. Dann will sie zur nächsten Station aufbrechen, aber eine unsichtbare Wand hindert sie daran. Sie versucht sich eine Wand vorzustellen um aus dem Traum aufzuwachen, doch es scheint als funktioniere das was der weisse Falke ihr erklärt hatte nicht mehr. Dann sieht sie eine Inschrift: “Jede Station dient dem Zweck zu lernen, zu empfinden und zu trainieren. Erst wenn die Aufgabe eins mit Dir geworden ist kannst Du weiter gehen.” “Hmm”, denkt sich Saebi. Kann aber nicht anders als weiterzumachen. Sie versucht es immer und immer wieder. Doch der Stein will nicht in die Mitte. Da flüstert die vertraute Stimme des Falken: “Werde eins mit dem Stein, so als wollest Du aufwachen, wie ich es Dir gezeigt habe.” Saebi versucht es ein weiteres Mal, diesmal mit geschlossenen Augen und der Stein sitzt exakt im Zentrum. Dann versucht sie es ein weiteres Mal mit offenen Augen und es klappt genauso. Da erhellt sich die unsichtbare Mauer und bricht in sich zusammen. Die nächste Aufgaben sind ähnlich, sie muss Steine platzieren, aufeinander Stapeln, Mauern bauen. Sie meistert alle diese Aufgaben mit Bravour. Dann kommt sie an einen Bachlauf, den sie mit einer Mauer stauen soll, doch eine unsichtbare Barriere hindert sie daran hinzukommen. “Für heute reicht es!”, sagt eine Stimme. Saebi wacht auf.

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