Eine schwere Erschöpfung

Nach dem Abendessen geht Saebi auf Ihr Zimmer und schaut nachdenklich zum Fenster hinaus. Immer wieder muss sie an die verletzte Krähe und die dunkle Wolke denken. Dann wird sie müde und döst langsam ein. Sie kommt an den Bachlauf, den sie stauen sollte und versucht die Felsen so zu stapeln dass sie eine Barriere bilden, sie kann sich aber nicht hundertprozentig konzentrieren. Sie muss dauernd an den erschöpften Schrei des Falken denken. Sie versucht Ihn mit Ihren Gedanken zu rufen, kann ihn aber nicht erreichen. Dann nachdem sie zum xten Mal versucht hat die Steine zu einer Staumauer zu formen, verändert sich die Umgebung plötzlich und sie sieht den stolzen weissen Falken in einer Ecke sitzen, wie er sich gerade noch auf den Beinen halten kann. “Was ist los?”, fragt Saebi mit Furcht in Ihren Augen. Der Falke antwortet mit schwacher Stimme: “Ich bin erschöpft von dem Tag heute. Hast Du die schwarze Wolke nicht gesehen, wie sie versucht hat sich auszubreiten.” “Doch, die habe ich gesehen. Sie hat sich dann über einer Insel konzentriert.” “Ja, das hat sie, es war aber ein anstrengender Kampf. Lange schaffe ich das nicht mehr allein. Du musst schneller bereit werden, als ich dachte. Hast Du heute schon Deine Übungen gemacht.” “Ja, aber ich kann mich nicht konzentrieren.” “Versuche es jetzt noch einmal.” “Warte!”, meint Saebi und konzentriert sich auf den nahegelegenen Baum. Sie spricht mit Ihm und ein leichter Wind streift, den Baum, dann Saebi und flüstert Saebi Worte der Natur ins Ohr. Sie leitet Ihn weiter auf den weissen Falken. Nachdem der Wind den Falken erreicht hat, war seine Erschöpfung wie weggeblasen. Der Falke schaute Saebi verwundert an: “Woher kannst Du das?” “Ich habe im Buch meiner Mutter gelesen und sie beschrieb, wie sie den Wind formte. Allerdings nur wenn er schon wehte. Ich spürte plötzlich die Präsens und die Kraft des Baumes, als wolle er mir helfen.” Nun schlief Saebi ohne zu träumen. Doch in Ihrem Körper begann sich was zu regen, es entstanden erste kleine Federkiele.

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